Glossar
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um das Damenrad in alphabetischer Reihenfolge.
- ADFC
- Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club, gegründet 1979, der größte deutsche Verkehrsclub für Radfahrer:innen mit ca. 220.000 Mitgliedern. Bietet Codierungen, Pannenhilfe und Beratung.
- Diamantrahmen
- Klassischer Fahrradrahmen mit waagerechtem Oberrohr. Die ursprüngliche Form des Sicherheitsniederrads, beim Damenrad heute meist nur in sportlichen Trekkingmodellen verwendet.
- Felgenbremse
- Bremstyp, bei dem zwei Bremsklötze von außen auf die Felgen pressen. Häufigste Variante ist die V-Brake. Leicht, gut wartbar, aber nasswetterempfindlich.
- Hollandrad
- Klassisches Stadtrad mit aufrechter Sitzposition, Tiefeinstieg, vollverkapseltem Kettenkasten und meist Trommelbremsen. Bauart aus den Niederlanden, in Deutschland seit den 1990er Jahren beliebt.
- Kettenkasten
- Geschlossene Verkleidung über der Kette. Schützt Kette und Hose vor Verschmutzung. Verlängert die Lebensdauer der Kette deutlich, weil kein Schmutz und Wasser eindringen.
- Mittelmotor
- Antrieb beim E-Bike, der im Tretlager sitzt. Vorteil: tiefer Schwerpunkt und Kompatibilität mit allen Schaltungen. Marktstandard bei Premium-Pedelecs.
- Nabendynamo
- In das Vorderrad integrierter Stromerzeuger für die Beleuchtung. Wartungsfrei, langlebig (15–20 Jahre), bei Tageslicht praktisch ohne Rollwiderstand.
- Nabenschaltung
- Gangschaltung, deren Mechanik in der Hinterradnabe untergebracht ist. Schaltbar im Stand, weitgehend wartungsfrei, kompatibel mit Riemenantrieb. Verbreitete Modelle: Shimano Nexus, Shimano Alfine, Rohloff Speedhub.
- Pedelec
- Pedal Electric Cycle — Fahrrad mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h, max. 250 W Motorleistung. Rechtlich ein Fahrrad: keine Helm-, Versicherungs- oder Führerscheinpflicht.
- Riemenantrieb
- Antrieb mit Carbon-verstärktem Zahnriemen statt Metallkette. Marktführer: Gates Carbon Drive. Wartungsfrei, sauber, langlebig (30 000–50 000 km). Nur in Verbindung mit Nabenschaltung und geteiltem Rahmen.
- Rollerbrake
- Spezielle, ölgekühlte Bauform der Trommelbremse von Shimano. Wartungsarm und gleichmäßig in der Bremskraft, vor allem in der Stadt eingesetzt.
- Schwanenhalsrahmen
- Klassische Damenrad-Rahmenform: das Unterrohr biegt sich in einem weiten Bogen vom Steuerrohr nach unten zum Tretlager. Optisch elegant, mechanisch weniger steif als Trapezrahmen.
- S-Pedelec
- Pedelec mit elektrischer Tretunterstützung bis 45 km/h. Rechtlich ein Kleinkraftrad: Versicherungskennzeichen, Helm und Führerschein der Klasse AM erforderlich. Selten in Damenrad-Bauformen.
- StVZO
- Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Regelt unter anderem die Pflichtausstattung von Fahrrädern für den öffentlichen Straßenverkehr (§ 67): Bremsen, Beleuchtung, Reflektoren, Klingel.
- Tiefeinsteiger
- Rahmenform ohne Oberrohr (oder mit stark abgesenktem Unterrohr). Maximal niedriger Einstieg. Klassischer Hollandrad-Rahmen.
- Trapezrahmen
- Rahmenform mit schräg abfallendem Oberrohr. Kompromiss zwischen Diamantrahmen (Steifigkeit) und Tiefeinsteiger (Komfort). Die häufigste Bauform moderner Damenräder.
- Trommelbremse
- In der Nabe verbaute Bremse, geschlossen gegen Wasser und Schmutz. Beim Hollandrad Standard. Sehr langlebig (über 20.000 km), gleichmäßig dosierbar bei jedem Wetter.